E10 Kraftstoff, Verträglichkeit, Auswirkung, Kosten, Liste der Fahrzeuge

- Was ist E10?
- Welche Auswirkungen hat E10 auf Fahrzeuge?
- Wie viel kostet der neue Öko Kraftstoff?
- Warum überhaupt E10?
- Wie steht es um die Ökobilanz von E10?
- Liste E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen
- Video(Youtube) Benzin E10 im Test bei WISO ZDF
Was ist E10?Kommentieren
E10 ist ein Kraftstoff mit einem Ethanol-Anteil von zehn Prozent. Selbst im normalen
Superbenzin sind bis zu fünf Prozent Ethanol zugesetzt. Das Verfahren ist demnach nicht neu. In Brasilien, einem
Hauptlieferanten von Ethanol, fährt schon das halbe Land mit dieser Art des Superbenzins herum.
Finnland und Frankreich haben den Bio-Kraftstoff ebenfalls schon seit geraumer Zeit eingeführt,
und Schweden folgt dieses Jahr im Mai. Weshalb also die ganze Aufregung? Die Schwierigkeit besteht in der
Verträglichkeit von E10 für Fahrzeuge, da ein zu viel Anteil an Alkohol unerwünschte Auswirkungen
auf den Motor haben kann.
Welche Auswirkungen hat E10 auf Fahrzeuge?Kommentieren
Die Automodelle, die gemäß Herstellerangaben für das neue Benzin freigegeben wurden, haben keine Schäden zu erwarten.
Eine offizielle Garantie geben die Hersteller jedoch nicht, sondern empfehlen stattdessen, regelmäßige Wartungen
vornehmen zu lassen - natürlich auf eigene Kosten. Aufgrund der geringeren Energie in dem Öko-Kraftstoff sinkt die
Motorleistung, jedoch nur zwei bis fünf PS. Bei den übrigen zehn Prozent an Autos, die nicht freigegeben wurden,
kann Ethanol bei Aluminiumteilen Korrosion hervorrufen, besonders bei der Treibstoffversorgung. Außerdem können
Schäden an Schläuchen und Dichtungen entstehen, was wiederum Motorschäden oder undichte Stellen zur Folge haben
kann. Klingt nicht sehr berauschend.
Wie viel kostet der neue Öko Kraftstoff?Kommentieren
Mal ganz abgesehen von der Geschichte mit der Verträglichkeit erhöht sich beim Tanken mit E10 der Kraftstoffverbrauch.
Um wie viel, da streiten sich die Geister. Der ADAC nennt einen Durchschnittswert von etwa 1,5 Prozent Mehrverbrauch.
Unterm Strich also bisher: höhere Preise, weniger Leistung. Doch da der Biosprit weniger teures Rohöl als herkömmliches
Benzin enthält, müsste ja vielleicht der Literpreis von E10 billiger sein. Auch seitens der Mineralölkonzerne könnte ein
Entgegenkommen bezüglich der Preise stattfinden, um einen Anreiz zum Kauf des neuen Kraftstoffs zu schaffen. Alles Fehlschlag!
Die Herstellung des Ökobenzins ist sogar mit mehr Kosten verbunden. Aber Kraftfahrer sind doch schon jahrelang stetig
ansteigende Preise gewohnt.
Warum überhaupt E10?Kommentieren
Erhebt sich die Frage, warum das Bio-Benzin dann überhaupt eingeführt wird? Kurz gesagt, weil die Politiker es so beschlossen haben.
EU-Richtlinie, Stichwort Klimaschutz. Der umweltfreundliche Kraftstoff soll den für die Erderwärmung verantwortlich gemachten
Kohlendioxid-Ausstoß verringern. Außerdem schränkt es die unliebsame Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein. Aber wie steht
es denn real um die Umweltfreundlichkeit des Biosprits?
Wie steht es um die Umwelt / Ökobilanz von E10?Kommentieren
Zwar wurde gemessen, dass Fahrzeuge mit Bioethanolkraftstoffen etwas weniger Kohlendioxid ausstoßen. Kritiker führen jedoch ins
Feld, dass bei der Herstellung des angeblichen Öko-Benzins mehr Kohlendioxid freigesetzt wird, als im Nachhinein eingespart wird.
Und wenn zur Erzeugung extra Wälder abgeholzt und fossile Brennstoffe eingesetzt werden, wo bleibt dann da der ökologische Sinn?
Außerdem würden mehr Monokulturen entstehen, was wiederum den vermehrten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden und somit höhere
Schadstoffbelastungen zur Folge hätte.
Liste E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen Kommentieren
Trotz all dieser unglaublich überzeugenden Fakten möchten Sie gern wissen, ob Ihr Fahrzeug Benzin mit einem höheren
Ethanol-Anteil E10 ohne technische Schäden nutzen kann? Die DAT (Deutsche Automobil Treuhand GmbH) hat im Auftrag der
Fahrzeughersteller/-Importeure die Broschüre "E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen" herausgegeben. Diese Liste
gibt verbindlich Auskunft, welche Automodelle E10-verträglich sind. Sollten Sie dennoch Zweifel haben, beispielsweise
weil das Erstzulassungsdatum Ihres Autos nahe an den Grenzen des angegebenen Produktionszeitraums/Baujahrs liegt,
können Sie sich individuell beraten lassen. Entweder beim Vertragshändler oder über die Internetseite des ADAC, wo
Sie zu jedem Hersteller eine entsprechende Hotline finden. Dies gilt auch für alle Re-Import-Fahrzeuge.
Hier einige wichtige Automarken:
- Alle Fahrzeuge von Audi sind bis auf sechs in der Liste genannte Ausnahmen für E10 geeignet.
- Alle BMW Automodelle sämtlicher Baujahre sind ausnahmslos E10-tauglich.
- Die Ausnahme-Liste von Mercedes nennt über 50 Modelle; von daher ist es ratsam, einen Blick darauf zu werfen.
- Alle Fahrzeuge von Opel sind bis auf neun in der Liste genannte Ausnahmen für E10 geeignet.
- Alle Fahrzeuge von Volkswagen sind bis auf elf in der Liste genannte Ausnahmen für E10 geeignet.